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26. April 2015

Zickenterror

Hauptkategorie: Psssst ! Kategorie: Mein neuer Mitbewohner

 

 

So, Coco ist nun schon einige Zeit in der Villa Saxo eingezogen, die Eingewöhnungszeit ist vorbei - jetzt kommt der Ernst des Lebens. Und was passiert?

Zickenterror pur!

Dabei war alles halb so wild... das Problem ist nur: er ist ein Kerl. Und leider besitzt er nicht die Gnade verminderter Einsichtsfähigkeit. Er wird also folglich nicht von höherer Stelle daran gehindert, sich als der König zu begreifen, nach dessen Pfeife alles tanzt. Das zu ändern - daran arbeiten wir zumindest. Mehr oder weniger erfolgreich...

1. Schritt - eine neue Behausung

Nach einiger Suche haben wir endlich eine wunderschöne Raumvoliere zu einem absolut akzeptablen Preis gefunden. Ziemlich groß, wunderschöner Sitz auf dem Dach oben, eine große Tür, stabil, aber doch filigran - das ganze soll ja nicht wie ein Knast wirken, Gitterstäbe hin oder her. Endlich kam das Teil mit der Spedition an. Und da Coco eh Freiflug hatte, durfte er das Zusammenmontieren gerne bewundern. Er beteiligte sich sogar daran: als alle Wände endlich von der Pappe und der Folie befreit waren, hatte er längt die Aufbauanleitung zerfressen. Er sah auch dementsprechend zufrieden aus und lobte sich ausgiebig selber. Lange Rede - knappes Ergebnis: kurz nach Mitternacht war der Aufbau beendet, die Voliere strahlte in voller Schönheit. Meine Naivität bzgl. Coco habe ich lange abgelegt, ich versuchte gar nicht mehr zu vorgerückter Stunde ihn da hineinzusetzen.

Diese Kleinigkeit, Coco in sein neues Domizil zu bewegen, dauerte dann auch nur von Mittwoch bis Samstag. Katzensprung.. ähmm Vogelhüpfer.
Gewaltsames Reinsetzen ist natürlich tabu, er sollte schon alleine reinklettern - so weit die Theorie. Ich bin schon vor Freude durch das Zimmer getanzt, als der gnädige Herr sich nur mal oben auf die Voliere draufsetzte .. man wird genügsam. Wie kommt man nun ans Ziel? Mit Futter, logo. Also kam das leckerste Futter rein: Nüsse und Rosinen - wenn Blicke töten könnten. Im alten Käfig, der dann spät abends wieder herbeigeschafft wurde, kam eine etwas kleiner Portion Futter .. am Samstag, als das Lieblingsspielzeug endgültig umgezogen war, erbarmte sich dann auch Coco. Welch ein Erfolg!

 

2. Schritt - Sprache und Anwendung

Wie heißt es so schön? Wie man sät, so erntet man? Jup - kann ich voll bestätigen. Coco´s Sprachschatz erweitert sich ständig, ich bin immer wieder verblüfft. Und genau hier muss man dann genau differenzieren: was lernt er und vor allem von wem lernt er?

weibliche Lehrerinnen:  "Moin moin", "Hallo", "Hallo-Hallo", "Coco", "Coci", "Guten Morgen" (das "gen" rafft er noch nicht, es kommt nur "Guten Mor" - aber der Wille zählt), "Guter Coco", "Kitzeln" - der ultimative Befehl, wenn er gekrault werden mag, "Na Du? Alles gut?", "guter Eddi" (der andere Geier), "Huhu", "Tschüß"
männliche Lehrmeister: "Quatschkopf", "Stinker", "Woll`n wir autofahren?", "Eyyyyy", "Hunger?"

Das ganze wird dann noch miteinander kombiniert - fertig ist der Coco-Slang. Das Witzige daran ist: "Quatschkopf" und "Stinker" wendet er dann auch nur gegenüber Männern an! Und das finde ich klasse! Chapeau Coco! Weiter so...

Wir üben auch das Zählen und zeigen die entsprechende Anzahl Finger. Eins bis Drei beherrscht er schon, und als ich mal unvermittelt zwei Finger zeigte, krächzte er auch "zwei". Ich rede mir jetzt mal erfolgreich ein, dass er langsam lernt und er die "zwei" nicht nur Versehen rausgehauen hat. Ebenfalls gebraucht er "Alles gut?" wenn er unsicher ist und Blickkontakt sucht. Klappt übrigens ganz gut, dass mit dem Einreden. "Politik beginnt mit dem Erkennen der Wirklichkeit" (Kurt Schuhmacher), und was die Politiker können, kann das dumme Wahlvolk ja auch.

 

3. Schritt - Spielzeug

Spielzeug bewirkt nur eins: Ahhhhhhhh! König Schisshase hat sich nicht im Mindesten geändert. Wir versuchen noch die Gewichtung rauszubekommen: wovor hat er Angst - Holzspielzeug, Seilzeugs, Acrylsachen? Keine Ahnung.

Aber eins ist klar: auch hier zieht Futter. Die Angstspanne dieser 3er-Schubladenbox hat exakt so lange gedauert, wie es gebraucht hat, die Rosinen und Nüsse da hineinzutun. Ich hatte auf eine Beschäftigung von ca. 1/2 Stunde mit Wiederholen gehofft. Er hatte das System nach 4 Minuten raus: Box mit der Kralle festhalten, Schublade rausziehen, fressen.

Jetzt wird es geteilt, morgens bekommt es der Ziegensittich für seine Leckereien, abends dann Coco - und das wöchtentlich im Tausch. Beide mögen es nach wie vor, langweilig ist das sicherlich lange noch nicht.

Ich werde mal weiter über Intelligenzspielzeug nachdenken, das lockt ihn zumindest von den Fernbedienungen weg.

 

 

Das war`s erstmal für heute, nächstes Mal gibt es Coco`s Abenteuer in meinem Büro.
Ciao von dem eigentlichem Chef
 

 

 

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