Samstag, November 17, 2018

Zoom Info gallery

04. Oktober 2014

Babisnauer Pappel

Hauptkategorie: Dresden Kategorie: sehenswert ..

 

Einen

atemberaubenden Blick

auf Dresden und das Umland hat man vom Naturdenkmal "Babisnauer Pappel". Ein kleiner Ort, südlich von Dresden - und daher auch bequem vom Hauptbahnhof in ca 15 min mit dem Auto zu erreichen - bieten wohl einen der unerwartetsten und dann spektakulärsten Ausblick auf die Landeshauptstadt, auf Pirna und auf einige Höhenzüge der Sächsischen Schweiz, diese allerdings in weiter Ferne.

Ja - ich gebe zu auf dem Bild wirkt das nicht soooo toll und eine einfache Pappel ist auch nicht wirklich das, was einen vom Hocker reißt - aber fahrt hin und lasst Euch überraschen. Tut das aber bitte nicht Silvester - da ist dann nämlich dort die Hölle los, eher sogar noch schlimmer.

Wo also ist dieser spektakuläre Baum incl. der genialen
Aussicht? Ganz einfach, nicht zu verfehlen, eben hier -->   
in Babisnau.

Der Tip war da, also nix wie hin, man muss ja alles mal selber begutachten. Das Wetter nach dem Feiertag hat gepasst, Sonne ohne Ende, leichter Wind - also Lenkdrachen eingepackt und nix wie hin..

Relativ leicht gefunden (naja ein bißchen verfahren muss ja sein, war ja auch ein Kerl dabei..., immerhin mussten wir niemanden fragen), Picknick-Zeugs aus dem Auto geladen und nix wie zur Pappel. Der Weg ist steinig, nicht allzu steil - und nicht wirklich lang, ich schätze mal 200m, dann scharf links, nochmal 200 m.

Man ist nicht wirklich einsam, aber die 20 Personen, die sich während der Zeit dort aufgehalten haben, verkraftet man locker. Verwunderlich war es nicht, viele hatten die verschiedensten Arten von Drachen dabei, die 2- oder 4-leinigen Lenkmatten waren die Königsklasse.

Es ist immer wieder unfassbar, wieviel Spaß es macht, die Drachen tanzen zu lassen, Figuren zu fliegen, Kids zu beobachten, die einen Heidenspaß haben und selbst, ganz souverän, die anderen Drachen abzuschießen. Nein - das war Spaß, wenn überhaupt, passiert das nur unabsichtlich - Indianerehrenwort. Empfehlenswert ist im Herbst IMMER eine Mütze und ein Schal, es sei denn man steht auf Ohrenentzündungen ..

Nachdem man die Drachen gehörig in den Wind gestemmt hat, kommt man dann endlich zur eigentlich Pappel. Gepflanzt wurde das Bäumchen 1808, die Jahresringe dürfen also schon ganz ordentlich sein. Direkt daneben steht noch eine stattliche Eiche, welche 1890 als Geburtsjahr hat. 1937 hat man es dann geschafft, die Pappel unter Schutz zu stellen. 1967 hat es dann mal ordentlich gewittert, es gab einige Schäden - aber die Pappel wächst und gedeiht bis heute. Letztendlich wurde 1999 das neue Aussichtsgerüst gebaut - von dem man den wunderbaren Blick über Dresden hat:

Dann kam es zu einer besonders schönen Begebenheit: Wir sitzen dort bequem an dem Picknicktisch, essen gemütlich, trinken leckeren Cappucino und plötzlich "fällt" hinter uns etwas vom Baum. Nach 2 min kam unter einer Hecke ein Greifvogel hervorgetappert - im Schnabel eine Maus. Jagd also erfolgreich! Ich bin mir nicht sicher, Ornithologen mögen mir bitte verzeihen, höchstwahrscheinlich war es ein Sperber (oder vielleicht doch ein Bussard?).

Der Gute saß dann ganz gemütlich auf einem Ast, keine 5 m von uns entfernt und aß ebenfalls seinen Nachmittagssnack. Ganz charmant hat er uns seine Esskultur erspart - sogar ein Profilfoto war drin, bevor er wieder auf Beutezug ging. Auf diese Situation könnt Ihr wirklich neidisch sein.

Also, schwingt Eure Hufe - auf zur Babisnauer Pappel, egal zu welcher Jahreszeit! Glücklicherweise existiert dort keine unansehliche Hütte, die schlechten Kaffee verkauft, noch unberührte Natur pur!  Es lohnt sich definitiv..

 

Prinzessiale Beurteilung: 1

 

Neueste Beiträge

Login Form

Um Kommentare hinzufügen zu können, bitte ich darum, sich voher zu registrieren.