Samstag, November 17, 2018

Erwartet unerwartet ..

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Bei der wöchtentlichen Zeitungslektüre blieb mir doch diese Woche glatt der Mund offen stehen - und das passiert selten:

Huch!  ....

... warum gibt es das nicht in Dresden oder zumindest in Sachsen? Wer hat hier gepennt? Jetzt aber!

Ok - ich kläre Euch mal auf: es geht um einen Pool, genauer einen Schwimmingpool. Laut Definition ist das bekanntlich ein Becken, welches zum Baden, Schwimmen, Spielen oder für den Schwimmsport oder andere Wassersportarten verwendet wird. Was ist daran so besonders, dass prinzessiale Begeisterungslaute zu hören waren? Es muss folglich ein ganz besonderer Pool sein - richtig! Aber was für einer? Der in Lübbenau, wo man laut Werbung mit Pinguinen schwimmen darf? Nö - das wäre zu einfach. Welcher dann?

Der größte Pool der Welt, in Algarrobo in Chile? Der hat immerhin eine Fläche von 8 Hektar, fasst 250.000 m³ und man kann mit Segelbooten drauf fahren? Nein, sorry - ist ja langweilig, da kann ich auch gleich ins offene Meer hopsen. Und: Nein - ich rede auch nicht von Wellenbädern, Infinity Pools, Badeschiffen usw.

Nein, ich rede von einem - zumindest vom ersten Eindruck her - ganz stinknormalen Pool. Quadratische Grundfläche, ein paar Liegestühle drum herum, halt das übliche Erwartete. Aber was erwartet man wirklich von einem Pool? Wasser - ja. Ansich ist ein Pool ja das "Herholen" eines Sees oder des Meeres, da man größere Mengen Wasser nicht immer vor der Haustür hat. Doch was macht ein Meer aus? Die Weite? Die Meeresbewohner? Die Tiefe?

Für die Weite haben wir ja den oben genannten Pool in Chile. Meeresbewohner sind wunderbar zum Ansehen, aber wenn überhaupt möchte man doch nur schöne Fische oder Meeressäugetiere um sich haben, nicht doch aber Stacheltierchen, Krebse, Würmer oder Quallen. Also kann kein Pool mit Meeresgetier einen wirklich zum Juchzen bringen.

Dann bleibt nur die 3. Möglichkeit: die Tiefe! Treffer!! So baute das Hotel "Millepini Terme" nahe des italienischen Padua den tiefsten Pool der Welt - und gab dem ganzen noch einen Namen "Y-40. The Deep Joy". Das ist kein Grund zum Schreien, a lá Edvard Munch - seht es Euch erstmal an:

Das gute Stück ist unerwartete, ganze 40 Meter tief, also quasi ein 13stöckiges Hochhaus - nur halt nach unten. Es gibt auf mehreren Ebenen Höhlen, die von Tauchern erkundet werden können. Und durch "Außenluken" können wiederum die Taucher auf ihren Missionen beobachtet werden. Es gibt sogar einen Unterwassertunnel, d.h. eine Glasröhre, durch die die Weicheier oder Wasserscheuen, mit trockenen Füssen latschen können, vielleicht gibt es ja Nixen zum Beobachten.

Vorgestellt wurde dieser geniale Pool diese Woche hier: http://www.focus.de/reisen/videos/im-tiefenrausch-so-weit-geht-es-im-tiefsten-pool-der-welt-hinab_id_4162193.html, anschauen kann man es sich auch nochmal hier: https://www.youtube.com/watch?v=FWNcbyE3C-A
Schaut Euch zumindest den ersten Film wirklich an - ansonsten kann man meine Begeisterung nicht wirklich nachvollziehen, sagt mein erster Testleser .. also nochmal zurück zum Anfang des Absatzes..

Ich bin neidisch - ich möchte auch gerne so einen Pool in Sachsen. Also, liebe "Erlebnis"bäder - werdet Eurer Bezeichnung mal gerecht, baut nicht an jedem Ort den gleichen Mist um die Preise zu erhöhen, kommt in die Pötte und macht was wirklich tolles. Oder, liebe Banker, gebt mir einfach so 1 oder 2 Millionen Startkapital .. Ich warte ...

 

Coolness-Faktor: 1

 

 

Bildquellen: Andreas Hermsdorf / pixelio.de und A.Dreher  / pixelio.de

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